Das „Nazometer“

By aufrechtgehen

Schmidt & Pocher – Das Nazometer…

Gehen Harald Schmidt und Oliver Pocher schweren Zeiten entgegen? Auszuschließen ist das nicht. Kürzlich stellten die beiden Satiriker im Fernsehen in Anlehnung an Eva Hermanns Äußerungen das „Nazometer“ vor. Doch nun schlägt nicht das „Nazometer“ bei „falschen“ oder „mißverständlichen“ Wörtern und Sätzen in Bezug auf die Verwendung von „Nazi-Vokabular“ Alarm sondern der bornierte deutsche Kleingeist. Dieser echauffiert sich gewohnt dröhnend und gebieterisch. Alfred Möhrle, Vorsitzender des HR-Rundfunkrates zur BILD: „Die ganze Sendung ist indiskustabel, unerträglich“, und weiter: „Wenn die Sendung sich nicht um 100 Prozent bessert, muss man sie rauswerfen.“ SWR-Intendant Peter Boudgoust meinte gegenüber den „Stuttgarter Nachrichten“: „Ein solches lustvolles Überschreiten von Grenzen darf es im öffentlich-rechtlichen Fernsehen nicht geben.“ Film-Produzent Markus Trebitsch („Neger, Neger, Schornsteinfeger“) findet den Umgang mit der Nazi-Diktatur inakzeptabel. Es habe ihm „sehr weh getan“, was Pocher gesagt habe. „Ich wünsche mir, dass sowas in Zukunft nicht mehr vorkommt.“ Dies nur als kleine Auswahl aus einem Wust an medialer Aufgeregtheit. Schon 1919 fand Kurt Tucholsky dazu die passenden Worte: „Wenn einer bei uns einen guten politischen Witz macht, dann sitzt halb Deutschland auf dem Sofa und nimmt übel.“ Daran hat sich bis heute nichts geändert – eher das Gegenteil ist der Fall. Dazu hier ein Kommentar von Andreas Krause-Landt im Deutschland-Radio. Und auch Henryk M. Broders „Rettet das Nazometer!“ ist sehr lesenswert.


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Eine Antwort zu „Das „Nazometer““

  1. Alexander sagt:

    Also ich finde diese Diskussion, die da entstanden ist, absolut lächerlich. Da fällt mir nix mehr ein – außer das, was ich in meinem Blog geschrieben hab. ;)

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